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ADHS, Reizüberflutung und bloggen

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Wie bloggt man eigentlich, wenn man AD(H)S hat? AD(H)S hat eindeutig auch Vorteile und nicht nur die bekannten Nachteile wie Konzentrationsprobleme, die immer wieder in den Medien genannt werden. Hier einige im Überblick: Das wäre zunächst mal das erstaunliche Maß an Kreativität zu nennen, das viele von ADHS Betroffene haben. Dabei geht es sowohl um künstlerische Kreativität als auch um die Kreativität in der Problemlösung. Weiters sind viele ADHSler sehr liebenswerte, offene Menschen mit einer Extraportion an Humor. Sie sind leidenschaftlich, handeln intuitiv, sind flexibel und erfassen oft die wesentlichen Fakten einer Situation schneller als neurotypische Menschen. Die meisten ADHS Betroffenen sind hilfsbereit, vergeben Fehler schnell. Sie gehen auch gerne Risiken ein und geben selten auf. All diese positiven Eigenschaften darf man nie aus dem Fokus verlieren, wenn man über ADHS spricht. Trotzdem bereitet mir mein ADS beim Bloggen Schwierigkeiten.

Bei meiner “eigentlichen” Arbeit – also Webdesign und Fotografie – ist ADHS eigentlich kein Problem. Ich habe mir Strukturen geschaffen, die mich in der Spur halten. Anders ist es beim Bloggen. Hier bin ich niemandem Rechnenschaft schuldig, ich blogge einfach darauf los. Das macht Spaß und schafft somit eigene Probleme. ;)

Kontinuität zum Beispiel.

Während ich im “normalen” Leben ja durchaus in einem Gespräch mal spontan das Thema wechseln kann und mich meine Gesprächspartner dann wieder zurückholen, bzw. unverständlich reagieren, wenn ich abschweife, ist das beim Bloggen anders. Hier bin ich ja zunächst mal alleine und habe kein direktes Gegenüber, das mich kontrolliert bzw. merken läßt, dass ich vom Thema abkomme. Zudem fasziniert mich der Prozess des Schreibens und das Erstellen der Grafik für den Artikel ungemein. Da ist es dann fast schon unwichtig, ob der Artikel dann eigentlich gelesen wird. Zumindest im Moment. Im Moment steht der kreative Prozess im Vordergrund und der macht ordentlich Spaß.

Zum erfolgreichen Bloggen gehört aber mehr. Man muss den Artikel ja auch irgendwie bekannt machen. Ihn zum Beispiel auf Facebook posten und dann dafür sorgen, dass der Artikel auch gelesen und diskutiert wird. Das fällt mir sehr schwer. Für mich ist der Prozess abgeschlossen, nachdem der Artikel geschrieben wurde und die anschließende Bewerbung der Information ist irgendwie zweitrangig. Ohne Resonanz macht es aber langfristig nicht wirklich viel Sinn zu publizieren…

Ich bin von der Menge an Informationen, die im Internet bereits stehen, einfach überfordert. Klassische Reizüberflutung sozusagen. Kaum ist der Artikel fertig, ist der Spaß vorbei und die unangnehme Arbeit beginnt. Ich muß zum Beispiel in sozialen Netzwerken dafür sorgen, dass jemand den Artikel liest. Das ist aber kompliziert… Facebook zum Beispiel. Ich hasse Facebook eigentlich. Also habe ich Alternativen ausprobiert. Xing oder LinkedIn sind aber langweilig. Man trifft dort lauter Coaches, die anderen Coaches erklären, wie sie zu Kunden kommen. Oder Menschen, die ihre Links ablegen und dann wieder weg sind. Oder ganz fleißige Menschen, die Themen abarbeiten, bei denen man bemerkt, dass sie diese Thmen eingentlich nicht interessieren, sie es aber doch tun, um neue Kunden zu kriegen. Auch öde irgendwie.

Ich habe dann auch das soziale Netzwerk Diaspora als Alternative zum ungeliebten Facebook probiert. Aber Disapora ist auch nervig. Ich habe es nicht hingekriegt dort ernsthafte Diskussionen zu starten, weil… Ja weil ich mich bei einem Pod (So heißen quasi die Server bei Diaspora) angemeldet habe, der in Frankreich liegt und mir deshalb keine deutschsprachigen Gesprächspartner vorgeschlagen werden. Da geht also auch wieder viel Zeit verloren um die Besonderheiten von Diaspora zu verstehen. Aber eigentlich will ich keine Zeit in das Verstehen von Sozialen Netzwerken investieren. Also doch Facebook? Schwierig… Wie erwähnt: Eigentlich kann ich den Konzern gar nicht leiden und dafür gibt es auch gute Gründe.

Ein schwieriges Kapitel, das für mich noch längst nicht geklärt ist. Work in Progress also. Mal sehen, ob ich das Vermarkten dann mittelfristig auch noch hinkriege. Derzeit sieht es dabei eher schlecht aus. Eigentlich benmötige ich so etwas wie einen Produzenten, der mir diese Arbeit des Publizieren – oder besser Bewerbens der Inhalte – abnimmt. Aber das ist wiederum sehr teuer…

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