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Crowdfunding und andere Finanzierungen für Webseiten – Teil 1

Als langjähriger Mitarbeiter an diversen Projekten aus dem Non-Profitbereich weiss ich leider nur allzu genau, wo das Problem der meisten Organisationen aud den Bereichen Ökologie, Soziales oder Kultur sitzt: Es ist das Geld. Gute Ideen und Strategien zur Rettung der Welt haben die meisten ohne Ende. Was leider häufig nicht vorhanden ist, das ist das Geld, um sie zu finanzieren. Da die meisten dieser Projekte über das Web realisiert werden sollen und daher einen guten oder sogar extrem guten Webauftritt benötigen, wird es in der Produktion dann oft eng. Entweder wird am Webdesigner gespart (eine ziemlich unsoziale Lösung) oder es wird irgendwas gratis zusammengeklickt (eine unprofessionelle Lösung). Üblich ist leider eine Mischung aus beiden, die im Grunde für alle Beteiligten viele Nachteile hat.

In dieser Artikelserie werde ich daher einige Möglichkeiten aufzeigen, wie Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Soziales, Kultur einen Webauftritt erhalten können, ohne in die oben beschriebenen Fallen zu tappen.

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Mein Favorit heisst Crowdfunding, das steht auch so bereits in der Überschrift. Aber bevor wir zu meinem Favoriten kommen, möchte ich auch noch andere Instrumente der Finanzierung von Webseiten vorstellen. Da sich die ersten drei Vorschläge im Wesentlichen auf eine Finanzierung über Kredit beziehen, sollten sich Webseitenbetreiber zunächst immer fragen, ob die geplante Investition die finanzielle Situation grundlegend verbessert. Wenn z. B. eine Massnahme (SEO, Redesign…) monatlich 300 Euro mehr in die Kasse spülen wird und die Kreditraten 12×150 Euro sind, dann macht ein Kredit durchaus Sinn. Ein kleiner Nachteil ist eben, dass die Kreditraten im ersten Jahr die neuen Einnahmen reduzieren (In diesem Beispiel um 50%) und dass der Seitenbetreiber das Risiko trägt. Gerne berate ich daher Interessentinnen und Interessenten, wie sich eine geplante Massnahme auswirken könnte. Da ich über viele Jahre Erfahrung verfüge, liege ich mit meinen Prognosen auch meistens richtig. ;)

  • Neugründern steht in Deutschland zunächst Mal ein Kredit der KfW zur Verfügung. In Österreich informiert die WKO über Fördermöglichkleiten. Diese Kredite sind sehr kostengünstig und werden auch häufig genutzt. Das Design einer neuen Webseite über einen solchen Kredit abzuwickeln ist Standard, viele Neugründer tun das. Allerdings ist es eher unüblich, nur eine Webseite über einen KfW-Kredit zu finanzieren. Häufiger ist die Webseite lediglich ein Teil eines größeren Gesamtpaketes.
  • Wer keinen Kredit der KfW erhält, z. B weil nicht neu gegründet wird, oder weil NGOs normaler Weise kein Geld der KfW erhalten weil sie ja auch keine Gewinnabsicht haben, kann natürlich auch auf anderen Wegen zu einer Finanzierung kommen. Besonders erwähnen möchte ich hier die Mikrokredite, die für Webseiten eine interessante Möglichkeit darstellen. Für den Bereich Ökologie, Soziales, Kultur ist natürlich die GLS erste Anlaufstelle, daher setze ich hier einen Link auf deren Angebot auf mikrokredit.net/. Die GLS ist Teil des Mikrokreditfonds Deutschland. Mikrokredite sind im Wesentlichen Kredite mit eher kleinen Summen, die häufig durch Bürgschaften zur geteilten Hand von Freunden des Antragsstellers abgesichert werden.
  • Weiters können interessierte Organisationen natürlich in besonderen Fällen auch bei mir anfragen, ob Ratenzahlung für ein Projekt möglich ist. Grundsätzlich bevorzuge ich natürlich Lösungen, die nicht zu meinen Lasten gehen, aber wir können natürlich auch über Ratenzahlung sprechen. Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit der Kompensation, die für beide Seiten vorteilhaft ist.
  • Immer interessant ist es, sich Webprojekte anzusehen, ob sie sich in Teilbereichen vermarkten lassen, ohne dass den Betreibern dadurch wesentliche Nachteile entstehen. Dies ist häufig der Fall bei Webseiten von großen Communities, die über eine große Zahl von Freunden, Lesern und Unterstützern verfügen. ACHTUNG, nur damit keine Missverständnisse entstehen: Ich spreche hier NICHT von Glyphosat-Werbung auf der Webseite von Greenpeace! Ich spreche von eher unbekannten Methoden der Monetarisierung von Webseiten, die ich gerne bespreche. Das Ziel muss in jedem Fall eine Win:Win-Situation sein. Um es aber gleich einzuschränken: Die Methode sorgt im Allgemeinen nur für einen Teil der Produktionskosten einer neuen Webseite. Aber auch das kann ja hilfreich sein.
  • Last but not least kommen wir jetzt zum Thema Crowdfunding, das im Allgemeinen recht selten zur Finanzierung von Webprojekten eingesetzt wird. Dies muss nicht unbedingt so bleiben, denn gerade Organisationen aus den Bereichen Soziales, Kultur und Ökologie haben hier einige riesige Vorteile: Sie werden in der öffentlichen Meinung oft als “höherwertig” oder “authentischer” empfunden als Unternehmen mit Gewinnabsicht. Zudem verfügen sie häufig über viele Fans, Follower, Freunde, Unterstützer oder Sympathisanten. Dies ist in einer Gesellschaft, in der alte und klassische Modelle immer mehr in Frage gestellt werden, ein nicht zu unterstützender Vorteil, der die geringen Finanzkräfte oft ausgleichen kann. Im Crowdfunding können diese Organisationen dann diesen Vorteil optimal auspielen.

Soweit mein Überblick über alternative Formen der Finanzierung von Webprojekten. Im nächsten Beitrag werde ich mich genauer mit den Möglichkeiten des Crowdfundings auseinander setzen und dazu mehrere Agenturen befragen, die Organisationen bei ihren Crowdfundingkampagnen behilflich sind. Es wird also eine Reihe von praktischen Tipps zu deiner Crowdfundingkampagne geben! Hier geht es zum Teil 2

Hast du noch mehr Ideen oder meinst du, dass eine wesentliche Fianzierungsform nicht genannt wurde? Bitte nutze das Kommentarfeld für deine Vorschläge. Gute Ideen werden von mir sicherlich in die Liste aufgenommen!

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