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(M)eine super einfache Facebook-Marketingstrategie, die funktioniert

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In diesem Artikel aus der Reihe “Antimarketing – erfolglos im Web” stelle ich eine einfache Facebook-Marketingstrategie vor, die aber auch in anderen sozialen Netzwerken funktioniert.

Zunächst aber die übliche Antimarketing-Einleitung. wiederkehrende Leser wollen sich ja erinnern. ;) Also Facebook-AntiMarketing um nichts zu erreichen, letzteres aber sehr erfolgreich:

  • Das ist mal besonders wichtig: Immer in allen Gruppen zum Thema präsent sein! immer
  • Unter 4000 Freunden geht gar nichts.
  • Tipp: Poste täglich besser noch stündlich!
  • Und zwischendrin in all den Posts über Politik, Wetter, Urlaub, Essen, Kino usw. (man will ja nahe ran an die Friends…) kommt dann der Link zum Knaller-Erfolgsseminar.
  • Und mit so einem Powerlink, der zum Erfolgsseminar führt, da melden sich natürlich 2000 der 4000 Friends sofort an! Garantiert!!!

OK, genug geblödelt. Im Unterschied zu den bisherigen Beiträgen, die aber eher in Richtung Satire gingen, handelt es sich hier um eine wirklich vernünftige und praktische Strategie. Sie basiert auf eigenen Beobachtungen und Lernen durch Versuch und Irrtum. Anders als die meisten “totsicheren” Strategien funktioniert sie aber wirklich, ist nicht besonders aufwändig, nutzt keine manipulativen Tricks und kostet auch nichts. Erstaunt? Kann ich verstehen. Allerdings: Ich verdiene nichts an meiner Strategie, bzw. verschenke sie. ;)

Die Grundlagen meiner Facebook-Marketingstrategie:

Meine Facebook-Marketingstrategie basiert im Wesentlichen auf einigen Grundprinzipien, die ich in den letzten Jahren beobachtet habe. Vor allem gab mir zu denken, dass ich 90% meine Aufträge durch Empfehlungen erhalten habe (also passiv) und nur 10% aufgrund von aufwendigem und zeitintensiven Marketing. Das gab mir zu denken und das Ergebnis ist eben meine persönliche Facebook-Marketingstrategie:

Die Basics:

  1. Es gibt von allem zu viel, Das Überangebot für die meisten Dinge ist erschreckend. Egal ob wir über Webdesign, Kunst, Therapiemöglichkeiten oder andere Angebote sprechen: Fast immer gibt es 1000 andere, die das was wir tun auch sehr gut machen. Es ist sehr selten, dass sich ein Angebot dermaßen von anderen unterscheidet, dass es sich sozusagen “von selbst” verkauft.
  2. Die meisten Menschen außerhalb unseres eigenen Fachgebietes wissen zudem nicht, ob unser eigenes Angebot, auf das wir natürlich über alle Maßen stolz sind, wirklich hervorragend ist. Da ohnehin alle von sich behaupten, dass sie in ihrem Beruf super sind, ist das Hervorheben von “besonderen Fähigkeiten” oft nicht hilfreich.
  3. Unser Gehirn und unser gesamte soziale Interaktion ist im Wesentlichen nicht sehr anders als die unserer nächsten Artgenossen. Ja, genau. Ich spreche von Schimpansen oder Gorillas. Klar, im Wesentlichen sind wir ja auch nur Tiere mit einigen zusätzlichen Fähigkeiten. Und obwohl wir z. B. Raumschiffe bauen können, ist die Basis unserer zwischenmenschlichen Kommunikation in den letzten 100, 1000 oder sogar 10.000 Jahren nicht sehr viel anders geworden.

    Ein Beispiel? Wem vertrauen wir, wenn wir z. B. einen neuen Zahnarzt suchen? Der tollen Webseite (Fast alle Zahnärzte und Zahnärztinnen haben heute tolle Webseiten, denn ohne einer guten Webseite geht es ja gar nicht mehr.) oder der Empfehlung eines Freundes, einer Freundin?

  4. Soziale Netzwerke wie z. B. Facebook haben einen riesigen Vorteil, wenn es darum geht neue Menschen anzusprechen: Es geht sehr leicht, neue Menschen z. B. auf Facebook kennen zu lernen. Gleichzeitig haben diese Plattformen mehrere Nachteile, wenn es um Akquise geht: Da es ja nicht nur uns sehr leicht fällt, neue Menschen kennen zu lernen, sondern auch allen anderen, “verpufft” der positive Effekt gleich wieder. Zudem: Die Sozialen Netzwerke sind nicht wirklich sozial. Ihr Zweck ist es ja nicht die zwischenmenschliche Kommunikation nachhaltig zu fördern, sondern die Betreiber wollen Geld verdienen. Möglichst lange Aufenthaltszeiten in denen man möglichst viel Werbung konsumiert, während man möglichst viel abgelenkt wird, definieren daher das Erfolgsmodell von Facebook und Co. (Das Zauberwort lautet Aufmerksamkeitsökonomie). In diesem Umfeld erfolgreich zu akquirieren ist schwierig.

Meine Schlussfolgerungen aus den erwähnten Grundlagen für Marketing in Sozialen Netzwerken:

Wer die bis jetzt gemachten Grundlagen als richtig empfindet, kommt sehr schnell zu einem einfachen Schluss: So wie die Sozialen Netzwerke nun mal funktionieren und so wie unsere Gehirne verdrahtet sind, benötigen wir einige sehr strikte Regeln um Facebook und Co. effizient nutzen zu können. Eigentlich sind es nur zwei für eine erfolgreiche Facebook-Marketingstrategie:

Facebook-Marketingstrategie
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  1. Wer z. B. Facebook-Marketing betreiben möchte, der darf Facebook nicht als Freizeitaktivität auffassen sondern muss dort wirklich zu Businesszwecken sein. Gleiches gilt natürlich für LinkedIn und Xing oder wie sie alle heißen: Facebooken ist Job, wer facebooked der arbeitet und sollte sich auf seine Arbeit konzentrieren. (Mehr dazu kommt noch unten.)
  2. Wer Facebook-Marketing macht und große Redaktionspläne für seine 5000 “Freunde” plant, täglich drei mal postet und einen mehrseitigen Redaktionsplan entwirft, ist am Holzweg. Solche Strategien können vielleicht für große Konzerne sinnvoll sein, das kann und mag ich nicht beurteilen. Für Freelancer, kleine Firmen, Selbständige usw. (also genau die Leute für die ich arbeite), machen solche Strategien kaum Sinn. Ganz im Gegenteil: Sie kosten weitaus mehr als sie bringen. Sinnvoller ist es, sich auf eine überschaubare Zahl von Freunden/ Followern, Kontakten etc. zu beschränken. Dabei geht es dann zu wie ich echten Leben: Diejenigen, die man persönlich kennt, mit denen man viel interagiert und und die man auch schätzt, das sind genau die Leute, auf die man auch vertraut, wenn man professionellen Rat sucht.

(M)eine konkrete Facebook-Marketinstrategie in wenigen Sätzen zum Nachahmen:

Die folgende Facebook-Marketingstrategie erklärt die wichtigsten Elemente meines Marketingkonzepts. Natürlich kann ich in einem kurzen Abriss nicht alles klären, daher beantworte ich Fragen gerne in den Kommentaren. Oder Sie besuchen meine Facebook-Marketinggruppe. Hier aber trotzdem meine Anleitung:

  1. Wer auf Facebook, Xing oder LinkedIn Erfolg haben will, sollte zuerst ein Mal für sich klären, was potentielle Kunden denn WIRKLICH benötigen. In meinem Fall ist es zum Beispiel gar nicht so sehr das Webdesign. Obwohl man zwar als Freelancer heute in den meisten Fällen eine Webseite benötigt, suchen Menschen nicht so sehr nach Webdesignern. Eine Beratung, wie sie in einem digitalen Business Erfolg haben können, ist ihnen meistens sehr viel wichtiger. Oder einfach nur, wie man wordpress installiert. Oder welche Hoster empfehlenswert sind… Allerdings benötigen die Suchenden dann (wenigstens längerfristig) doch wieder einen Webdesigner, also passt das Thema trotzdem zu mir.
  2. Ich versuche mich daher auf Facebook gezielt mit Menschen zu umgeben, die meinen Rat für die oben genannten Fragen suchen. Daher habe ich nicht 5.000 “Freunde”, von denen ich ohnehin die wenigsten wirklich kenne, sondern vielleicht 100 oder 150 Kontakte, mit denen ich regelmäßig interagiere. Als Faustregel könnte man es so definieren: Wenn mich ein Facebook-Freund auf der Straße zufällig anspricht, dann weiß ich SOFORT, mit wem ich spreche. “Wir kennen uns von Facebook” sollte eigentlich genügen um die Erinnerung zu aktivieren.
  3. Wichtig ist es dabei nicht als Firma Weisheiten in die Welt zu setzen, sondern als Mensch aufzutreten. Also mit einem persönlichen Profil, keiner Firmenseite auf Facebook. (Firmenseiten haben übrigens auch einige weitere Nachteile, die ich jetzt nicht alle auflisten mag.) Als Mensch poste ich daher auch gerne mal, welchen Film ich mir im Kino angesehen habe (falls die Kinos irgendwann – in einer Post-Covid-Zeitrechnung wieder öffnen). Und ich gebe natürlich auch Tipps zu professionellen Fragen. Ich will ja als Autorität in meinem Fachgebiet in Erinnerung bleiben und nicht als freundlicher Filmkritiker und Kochrezepte-Poster.
  4. Ich agiere mit meinen Freunden so, dass ich garantiert in deren Feed prominent gereiht werde. Also z. B. neben den “normalen” Postings auch viel über den Messenger oder sogar über Video oder Sprachnachrichten. Genau so, wie es echte Freunde auch tun. Denn Facebook ist ja – Big Business hin oder her – immer noch ein Netzwerk in dem vor allem Freunde miteinander kommunizierten. Solches Verhalten (wie echte Freunde) wir daher auf Facebook vom Algo deutlich bevorzugt. Daher ist es auch Bestandteil meiner Facebook-Marketingstrategie.
  5. und jetzt ein Tipp, der vielen eventuell etwas weh tun wird: Wenn ich in einem Netzwerk (wie z. B. Facebook) Business machen möchte, dann mache ich dort konzentriert Business. Meine privaten Aktivitäten, mache ich dann lieber über ein anderes Netzwerk. Oder unter einem anderen Namen. (Letzteres ist aber eigentlich nicht wirklich empfehlenswert, weil man dafür Hausverbot kriegen kann.
  6. Grob gesagt bzw. schnell zusammen gefasst, sehe ich das Soziale Netzwerk wie einen Stammtisch oder wie eine Tupperware-Party. Klar kann ich auf so einer Tupperware-Party auch Spaß haben. Das ist ja nicht verboten. Aber ich habe immer die Hauptkonzentration auf mein Business. Fragen nach Businessthemen beantworte ich daher gratis, aufrichtig und OHNE irgendwelche Hintergedanken wie z. B. einen potentiellen Verkauf. Um bei den Verkaufsparties zu bleiben: Auch wenn ich natürlich eine Tupperware-Party mache um meine Produkte zu verkaufen, muss ich als Gastgeber doch immer dafür sorgen, dass die Stimmung entspannt bleibt.

    Der Erfolg kommt mit der Zeit. Garantiert. Wer die genannten Bedingungen erfüllt, wird ziemlich schnell als Autorität in seiner Nische wahrgenommen. Und wie eingangs erwähnt: Unsere Gehirne sind zu 100% darauf ausgelegt den anderen Affen am Wasserloch zu fragen, wo man die besten Kokosnüsse kriegt. Und nicht den berühmten Kokosnuss-Experten, der 1000 Kilometer entfernt wohnt.

OK, das war es bereits. Meine Facebook-Markeringstrategie in ca. 1000 Worten. Bingo. Natürlich beantwortet dieser Blogartikel nicht alle Fragen. Aber dafür sind ja die Kommentare da. Oder meine Facebookgruppe. ;) (Der Link folgt in Kürze!)

Viel Erfolg und fröhliches Facebooken!

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