CO2 Reduktion / Icon / Ökologischer FussabdruckWir reduzieren CO2
Rechtsfraagen IconAbmahnung? Nicht mit uns!
Newsletter IconAnmeldung zum Newsletter
Nach oben scrollen

Erfahrungsbericht Pagespeed-Ladezeit: WP-Rocket

Spätestens seitdem Google Pagespeed als Rankingfaktor definiert hat, gibt es ein reges Interesse an dem Thema. Allerdings auch viele Gerüchte, Vorurteile oder falsche Erwartungen. In diesem Artikel gehe ich auf die Thematik der Ladezeit ein und berichte auch über ein Plugin das ich zur Verringerung der Ladezeit gekauft habe: WP-Rocket. Um es kurz zu machen: ENDLICH ein Plugin zum Thema Ladezeit, das auch funktioniert und einen guten Support hat! Hallelujah! Aber alles der Reihe nach (…und wer trotzdem nicht warten will, kommt per Klick zu den verlinkten Sprungmarken) Zuerst die Fakten über die Ladezeit, dann der Erfahrungsbericht zum WordPress Plugin “WP-Rocket” und zu guter Letzt eine Liste von Best-Practice-Tipps um schnelle Webseiten mit geringer Ladezeit zu machen.

OK, zunächst erst mal die Fakten zur Ladezeit:

  1. PageSpeed Insights:
    Google stellt ein Messtool zur Verfügung, dessen Name den Gedanken erweckt, dass das Tool die Ladezeit messen würde: PageSpeed Insights. Wahr ist, dass das Tool alles mögliche misst, dass es auch in Verbindung mit der Ladezeit zu sehen ist und dass es gleichzeitig Vorschläge macht, die nicht vernünftig realisierbar sind. Ich habe mit einem befreundeten Programmierer mal darüber nachgedacht, wozu Google dieses Messinstrument eigentlich in die Welt gesetzt hat. Wir wissen es natürlich nicht mit Sicherheit, aber wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das Tool Vorschläge macht, die Seiten so zu modifizieren, dass der Google-Bot möglichst leicht durch die Seite kann. Dabei ist natürlich auch die Ladezeit der Seite relevant, aber nicht nur.
  2. Bessere Tools zur Messung der Pagespeed:
    Wer wirklich mehr über die Ladezeit einer Webseite erfahren möchte, der kann eine dieser Adressen aufsuchen:
    Pingdom oder GTmetrix Auch wenn beide Seiten einem informierten Entwickler ziemlich viel Auskunft geben, können in beiden Fällen auch Laien interessante Ergebnisse erreichen. Wesentlich ist eigentlich nur, dass man beim Testen einen Server wählt, der relativ in der Nähe des eigenen Publikums liegt. In den meisten Fällen wird das wohl im D/A/CH-Raum oder in Europa sein. Serverstandort Frankfurt oder London wäre also besser als Melbourne. ;)
  3. Pagespeed ist ein wichtiger Rankingfaktor:
    Jein, stimmt zwar, aber es wird oft falsch verstanden. Die Suchmaschinen wollen eigentlich nur erreichen, dass Seiten, die die Nutzer durch lange Ladezeit frustrieren, aus den Suchergebnissen entfernt werden oder wenn nicht entfernt, so doch weit hinten angesiedelt. Somit ist eine schnell ladende Seite zwar besser im Ranking als eine identische Seite die langsam lädt. Aber eine superschnelle Seite wird nicht deutlich vor einer Seite gereiht, die OK lädt. Zudem ist der Faktor Ladezeit für die mobile Suche wichtiger als für die Suche am Desktop.

Warum sollten Seiten eigentlich schnell laden?

Seiten, die sich im Nullkommanichts aufbauen, haben zwei riesige Vorteile: Erstens haben auch Menschen Freude an ihnen, die in Gebieten leben in denen die Netzanbindung mangelhaft ist. Nicht alle leben in Berlin, das sollten sich die flotten Jungs aus den Agenuren schon merken. (Falls das schwer ist, weil man ja in einer Agentur viel um den Kopf hat: Im Notfall hilft ein Zettel, den man sich auf den Bildschirm klebt beim Erinnern.) Und wenn jetzt mal auch jemand aus der Uckermark oder aus dem Ausserfern mobil (!) auf die Seite will, darf sie sich auch für diese Besucher schnell aufbauen.

Der zweite Vorteil ist ein ökologischer Gewinn: Je schneller die Seite lädt, desto weniger Energie benötigt sie bei jedem Aufruf. Fazit: Die Pagespeed ist klimarelevant! Das könnte vor allem für meine Kunden, die ja oft aus dem Ökobereich kommen, interessant sein! Mehr zu dem Thema gibt es in diesen Artikeln: Webseiten und CO2-Emissionen und Klimaneutrales Webdesign

Erfahrungsbericht WP-Rocket

Nachdem ich so ziemlich alle Plugins dieser Welt ausprobiert hatte, um die Ladezeit bei Kundenprojekten zu verbessern, bin ich irgendwann mal zu WP-Rocket gekommen. Ich kaufe ungern Plugins, aber nachdem ich von all den anderen bereits so frustriert war, habe ich es trotzdem probiert. Bei den anderen Plugins (egal bei welchen) gab es im Grunde immer die selben Probleme: Entweder sie haben keine Verbesserung der Ladezeit gebracht, oder sie haben die Ladezeit verbessert und die Seite hat nicht mehr funktioniert oder das Backend war unverständliches Fachchinesisch, das zudem noch mangelhaft ins Deutsche übersetzt wurde.

Bei WP-Rocket ist das zum Glück anders: Das Backend ist WIRKLICH leicht zu bedienen, die Ergebnisse sind sehr gut und sollte es einmal nicht so funktionieren, wie man es gerne hätte, hilft der Support.

Ein Argument gegen das Plugin ist natürlich der Preis. Der beträgt für die Einzellizenz 50 Euros pro Jahr. Glücklicher Weise gibt es beim Preis aber eine Abhilfe: Ich installiere für meine Kunden das Plugin zum Fixpreis und konfiguriere es selbst. Wenn sich keine bedeutende Änderung bei der Ladezeit ergibt, verlange ich nichts dafür.

So, das war auch schon mein Erfahrungsbericht: Wow, das Ding ist super und 100% intuitiv zu bedienen. Daher entfällt an dieser Stelle auch die Bedienung des Backends. Erstens ist es 100% intuitiv und selbsterklärend und zweitens ist es ohnehin günstiger, wenn man sich das Plugin von mir installieren läst, als wenn man eine Einzellizenz kauft (Konkret: Um 50 Euro netto – einmalig zu zahlen – installiere ich das Plugin, konfiguriere es und wenn sich die Werte nicht verbessern, verrechne ich dafür nichts!) Wer das Plugin also kauft und selbst installiert ist daran auch selbst schuld. ;)

Best-Practice-Tipps für Webseiten mit geringer Ladezeit

OK, wir haben bis jetzt viel über die Vorteile einer geringen Ladezeit gelesen, haben über die Klimarelevanz der Ladezeit gelesen, und haben alles über WP-Rocket erfahren. Jetzt fehlt noch die Abteilung “Best-Practice-Tipps” für schelle Ladezeit. Ich möchte hier drei mögliche Stufen unterschieden:

  1. Im Grunde ist es sehr einfach. Aber wie so oft im Leben hat das einfache Leben seine Tücken. Eine kurze Ladezeit erreicht man, indem man die Seite gut codet und bei einem guten Anbieter hosten lässt. Gut coden bedeutet, dass man nach Möglichkeit auf Fertiglösungen wie Divi, Avada oder Enfold verzichtet. Sorry, diese Themes kömnnen natürlich auch von einem mittelmäßig intelligenten Schimpansen bedient werden. Leider erkauft man sich diesen “Vorteil” durch viele andere Nachteile. z. B. durch lange Ladezeiten. Weiters wichtig: Jedes Plugin verlangsamt die Ladezeit. JEDES! Und Plugins, die alles mögliche können, insbeondere wenn man 30 oder 40 von ihnen nutzt, erst recht. Also auch hier gilt: Finger weg von Plugins, die man relativ leicht durch eigenen Code ersetzen kann. Und last but not least: Bilder: Wer eine Briefmarke auf der Webseite darstellt und dazu ein Bild mit 5000px Breite direkt aus der Kamera hochlädt, wird eine extreme Verlängerung der Ladezeit festellen müssen. Also muss man die Bilder vor dem Hochladen verkleinern. Und natürlich optimnieren. Ein mögliches Tool hierzu wäre z. B. tinyPNG. Oder man setzt gleich moderne Bildformate wie WEBP ein. Allerdings ist WEBP noch nicht so richtig verbreitet und wird derzeit (März 2019) erst von 70% der Browser unterstützt.
  2. Wenn man die eigene Seite nicht selbst coden möchte oder einen entsprechenden Auftrag an einen Webdesigner erteilt, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit fertige Themes (Avada, Divi, Enfolde etc.) nutzen und auch viele Plugins verwenden. Hier kann man dann mit WP-Rocket wieder Boden gut machen und die Ladezeit minimieren. Aber auch wenn das Plugin WP-Rocket wirklich gut ist: Es kann nicht zaubern. aber in jedem Fall wird die Seite durch seinen Einsatz deutlich schneller werden. Wie erwähnt: Ich kann es aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
  3. Und wenn auch das nichts nützt, weil die Seite einfach zu schwer, zu groß zu langsam ist, dann könnte man noch… Ja man könnte, denn das ist wirklich komplex: Man könnte – anstatt auf shared Hosting zu setzen – die Seite selbst hosten (Mietserver gibt es ja problemlos) und dann über einen entsprechend konfigurierten Proxy-Server ausliefern lassen. DAS ist wirklich effizient, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Wer einen Server mietet ist auch selbst dafür verantwortlich. Ich könnte das theoretisch auch anbieten. Aber die Verantwortung ist leider enorm! Denn wenn mitten im Urlaub auf den Fidschi-Inseln um drei Uhr früh der Anruf kommt: “Die Webseite ist Down! Zu Hülfe, zu Hülfe!” dann… ja dann ist guter Rat teuer. Wirklich teuer. Wäre dieses Problem nicht, könnte man diese extrem effiziente Lösung viel öfters wählen.

Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.