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Freelancer, Solopreneure, KMUs und ADHS

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ADHS ist keine “Modekrankheit”, es ist auch keine “Kinderkrankheit”. Meiner Meinung nach ist es überhaupt keine Krankheit, sondern eine Besonderheit und die Betroffenen funktionieren halt “etwas anders” als der Durchschnitt. Sie sind kreativ, freundlich, hilfsbereit. Und chaotisch. Viele Vorteile also, aber ein Riesennachteil, der daher auch oft im Fokus steht: Das ADHS-Chaos. ;) Ich weiß, wovon ich spreche, immerhin habe ich selbst ADHS. Und genau deshalb, bin ich dabei eine Methode zu entwickeln, die hilft das ADHS-Chaos auf einer technischen Eben zu zähmen. Die hier vorgestellten Tipps und Tools sind für alle Menschen geeignet, ich habe aber einen besonderen Fokus auf Freelancer, Solopreneure und kleine Betriebe (KMUs). Grundsätzlich geht es mir darum, zu testen, welche technischen Lösungen Betroffenen zur Verfügung stehen, um das ADHS-Chaos zu kanalisieren.

ADHS und Freelancer/ Solopreneure

Derzeit wird ADHS vor allem bei Jugendlichen diagnostiziert, Erwachsene haben viel seltener eine ADHS-Diagnose. Allerdings liegt das nicht daran, dass sie weniger häufig ADHS haben, sondern daran, dass sie ADHS (und hier auch wiederum meist ADHS bei Kindern) erst in den letzten Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist. Erwachsene sind genaus so oft betroffen wie Kinder. Aber egal. Dies hier ist ja kein medizinischer Artikel, sondern ein Blogbeitrag, der klären soll, welche Tools uns auf einer technischen Ebene zur Verfügung stehen um die negativen Aspekte von ADHS zu korrigieren,.

die Ausgangssituation

Menschen mit ADHS arbeiten häufig uund gerne als Freiberufler, Selbständige oder Freelancer. Ich zum Beispiel liebe es, keinen Chef zu haben, der sich über mein Chaos wundert. Allerdings heißt das nicht, dass es kein Chaos gibt. Es gibt nur keinen Chef, den das stört. Dafür gibt es aber mich, den das stört. ;) Und zwar so sehr, dass ich begonnen habe, auf technischer Ebene etwas zu unternehmen.

Was ist das Hauptproblem für ADHS-Betroffene?

Mein Gedanke ist ungefähr folgender: Als Freiberufler habe ich das Problem, dass meine Kunden ja genau deshalb zu mir kommen, weil ich kein Konzern bin, sondern weil sie mit mir einen menschlichen Kontakt haben können. Sie wollen also kein starres Muster, sondern eine individuelle Ansprache und individuelle Lösungen. Soweit so gut. Im Grunde ist das ja sehr schön, nur leider hat es z. B. dazu geführt, dass meine Kunden über alle möglichen Kanäle mit mir kommunizieren wollen: Früher waren es mal Telefon und Brief (erinnert sich noch jkemand an solche Zeiten?) heute sind es:
– E-Mail
– Telefon
– Skype
– Zoom
– Telegram
– Facebook
– Twitter
– Whatsapp
– Viper
– Wire
– usw usw.

Als Freelancer mit ADHS kriege ich ja bereits Kopfschmerzen, wenn ich die Liste nur lese. Und dann erst in der Praxis… Das geht ja nicht.

Allerdings ist das Problem ja nicht nur auf die Kommunikation beschränkt, sondern im Grunde auf alle Teilbereiche der Arbeit. Der eine Kunde will will es so, der andere anders. Und weil es “eh nur” eine Kleinigkeit ist, ist es ja kein Problem es zu tun. Das einzige Problem dabei: Auf dieser Basis entsteht nie ein korrekter Workflow.

Die Lösung: Maßgeschneidete Tools für Menschen mit ADHS

So wie ich es beschrieben habe, ist bzw. war mein Problem mit ADS und meiner Arbeit als Freiberufler. Und glücklicher Weise habe ich nach langer Suche den Ansatz einer Lösungsmöglichkeit entdeckt, den ich jetzt weiter verfolgen möchte: Abläufe (z. B. Kommunikationsprozese mit Kunden) sollen durch maßgeschneiderte Apps und Tools in bestimmte Bahnen gelenkt werden, damit sie gar nicht anders ablaufen können. Dies hat gleich mehrere Vorteile:

  1. In meinen Augen der größte Vorteil: Einen Freelancer zu bequatschen, damit er auch mal einen kleinen Sonderweg geht, ist einfach. für uns ADHS-ler ist es aber tötlich. Das Killerargument, warum so etwas nicht geht, das ist aber: “Die App kann das nicht.” Punkt, Wenn die App es nicht kann, dann geht es halt nicht. Das versteht jeder Kunde. ;)
  2. Und der zweite Vorteil, der fast ebenso toll ist: Wir kontrolloieren die Apps ud die Tools! Aufgrund der heutigen Technik ist es relativ einfach eine App oder ein tool anders zu konfigurieren. Nämlich genau so, wie wir es für einen reibungslosen Ablauf benötigen. Low-Code Plattformen wie Ninox oder Zoho, CRM-Systeme oder altbekannte Software wie z. B. WordPress lassen sich zu 100% an die eigenen -bedürfnisse anpassen.
  3. Zudem reduziert sich der Verwaltungsaufwand drastisch, wenn wir nicht immer mit Zetteln und/ oder Tabellen und Mails von einem Programm zum anderen hoppeln, sondern alle Abläufe in einem, maximal zwei Haupttools abwickeln.
  4. Viele Arbeitsschritte lassen sich auch automatisieren. Dadurch kann man sie nicht mehr vergessen (wichtig für ADHS-Betroffene!) und sie passieren einfach. Z. B. exakt 14 Tage nach dem Abschluss eines Auftrag eine automatisierte Nachricht zu senden: Ist alles OK mit dem Produkt? Hatten Sie Zeit alles zu testen? Wollen Sie ein Gespräch buchen? >>> Mit Link zum automatisierten Terminkalender, wo man ein Gespräch buchen kann. Das Gespräch (wenn es gebucht wird) ist ja extrem geeignet weitere Verkäufe vor zu bereiten.

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