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Im Kopf von Mark Zuckerberg

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Was geht eigentlich im Kopf von Mark Zuckerg vor? Ganz ehrlich. Dieser Tage ist er ja wieder ein Mal in den Schlagzeilen, weil er sehr genau gewußt haben soll, was seine ehmalige Mitarbeiterin Frances Haugen behauptet: Der Konzern schürt fallweise Hassrede im Web um dadurch mehr Umsatz zu erzielen. Hass verkauft sich eben gut.

Andererseits: Der Mann will die Welt retten und alle Krankheiten ausrotten. (“Ende aller Krankheiten bis zum Lebensende der Generation unserer Kinder”) Dazu kündigte er vor Jahren an die satte Summe von 45 Milliarden Dollar (steuerschonend wohlgemerkt) in kleinen Häppchen von einigen wenigen Milliarden pro Jahr zu spenden. Nur zum Vergleich: Das Budget des europäischen Forschungsprogramms “Horizon Europe” kommt auf jährlich ca. 15 Milliarden Euro. So hochtrabende Pläne wie die Auslöschung sämtlicher Krankheiten, steht aber nicht im Konzept von “Horizon Europe”

Na gut. Wie auch immer. Zuckerberg will also mit den Bröseln, die von seinem Tisch fallen, alle Krankheiten ausrotten. Gleichzeitig schafft Facebook Fakten. Es geht ja nicht nur um Frances Haugen. Auch Justin Rosenstein, der Erfinder des Like-Buttons, warnt inzwischen öffentlich vor Facebook. Und er bereut es den Like-Button erfunden zu haben. Er wäre Heroin für das Gehirn und würde ungeheure Abhängigkeiten erzeugen.

Mich würde einfach interessieren, ob Zuckerberg den Unsinn, den er so erzählt, eigentlich selbst glaubt, oder ob er weiß, dass er die ganze Zeit lügt. Irgendwie erinert mich seine Haltung an die europäischen Regierungen, die die “armen, unterentwickelten Menschen” vom Christentum überzeugen mußten und daher leider keine andere Möglichkeit sahen, als in deren Länder einzumarschieren. Gold, Silber, Elfenbein und Sklaven waren dann eher die zufälligen Nebenprodukte der Christianisierung. So war das jedenfalls in der öffentlichen Darstellung. Und ich habe mich immer gefragt, ob diese öffentlich verbreitete Meinung wirklich das war, was die Menschen damals geglaubt haben. Heute ist uns das natürlich ganz klar. Aber damals… Wie war das damals?

“Der Mensch ist nicht Herr im eigenen Haus”. Das hat uns ja Sigmund Freud bereits gesagt. Was man zu tun glaubt und was man wirklich macht, sind zwei paar Schuhe. Ein seltsamer Beigeschmack bleibt aber trotzdem. Und weil ja Neurodiversität in diesem Blog auch ein Thema ist: “Normal” ist das auch irgendwie nicht. Ich weiß zwar nicht was “normal” ist, aber wenn ADHS oder Autismus in der Öffentlichkeit als “nicht normal” betrachtet werden: Was sind dann Mark Zuckerberg oder Leopold II von Belgien? “Normal” was immer das sein mag? Dann bin ich aber lieber “abnormal”.

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