CO2 Reduktion / Icon / Ökologischer FussabdruckWir reduzieren CO2
Rechtsfraagen IconAbmahnung? Nicht mit uns!
Newsletter IconAnmeldung zum Newsletter
Nach oben scrollen

Telemedizin: Digitalisierung einer Arztpraxis

Digitalisierung Arztpraxis im 21. Jahrhundert: Sie sind Ärztin oder Arzt und interessieren sich für eine gut gestaltete und moderne Webseite, die in Ihrer Praxis die Einbindung aller Möglichkeiten der Digitalisierung ermöglicht? Sie wollen die Möglichkeiten der modernen Technik optimal ausschöpfen und interessieren sich daher für das Potential von Telemedizin und Telediagnostik, wollen eine Terminvereinbarung über Internet anbieten und planen eine digitalisierte Buchhaltung, Rechnungslegung und Kommunikation mit den Krankenkassen?

Die Möglichkeiten eine Arztpraxis zu modernisiseren bzw. zu digitalisieren sind heute nahezu unendlich und werden in den seltensten Fällen tatsächlich ausgeschöpft. Ich habe die aktuellen Trends für Ärzte in diesen Bereichen zusammen gefasst und in zwei Artikeln aufbereitet.

Der erste Artikel (dieser) berichtet über sehr praktische Möglichkeiten, die von jeder Arztpraxis schon jetzt oder in Kürze realisiert werden können. Der zweite Artikel befasst sich mit erweiterten und zukünftigen Möglichkeiten. Dort kommen dann Verfahren zur Sprache, wie Telediagnostik, Einsatz von KI (künstliche Intelligenz) in der ärztlichen Diagnostik, oder die Nutzung von Datenströmen, die vom „Internet der Dinge bereitgestellt werden. Artikel eins ist also sehr praxisnahe, während Artikel zwei Möglichkeiten beschreibt, wie sie vielleicht in naher Zukunft Standard sein werden. Denn eines ist klar: die Digitale Revolution wird auch den Arztberuf grundlegend neu definieren. Ob man das gut oder schlecht findet, muss jeder für sich beurteilen. Zukünftige Trends aber bereits jetzt zu kennen, ist trotzdem hilfreich.

INHALTSVERZEICHNISS UND SPRUNGMARKEN

  • Praxische Tipps für Ärzte im Überblick >>>
  • Routinen vereinfachen: Arzttermine online vereinbaren >>>
  • Routinen vereinfachen: Regelmäßige Patientenfragen auf der Webseite beantworten >>>
  • Routinen vereinfachen: Das E-Rezept >>>
  • Die Herausforderung: Die Online-Sprechstunde, die Online-Konsultation >>>
  • Digitalisierung bei Buchhaltung, Abrechnungen, Kommunikation mit den Versicherungsträgern >>>

Spätestens seit der COVID-19 Pandemie sind die Themen Telemedizin, Digitalisierung und Ärzte bzw.Digitalisierung der Arztpraxis recht populär. In Deutschland ist es zudem – rein rechtlich – seit kurzem möglich, dass Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten auch per Internet behandeln*. Trotzdem scheint es mit der Telemedizin und den digitalisierten Arztpraxen im deutschsprachigen Raum nicht allzu weit zu sein. Die meisten Ärzte haben derzeit nicht mehr als eine mehr oder weniger einladende Internetseite, die über Termine, Behandlungsmöglichkeiten etc. berichtet. Das riesige Angebot, das das Internet theoretisch anbieten würde, wird größtenteils ignoriert.

Während eine typisch deutsche oder österreichische Arztpraxis nicht viel anders geführt wird, als es 1980 üblich war, dringen große Telemedizin-Anbieter und kalifornische Tech-Konzerne wie Google oder Apple in Gebiete vor, die bis vor kurzem noch den Ärzten vorbehalten waren.

Währenddessen dringen große Telemedizin-Anbieter und kalifornische Tech-Konzerne wie Google oder Apple in Gebiete vor, die bis vor kurzem noch den Ärzten vorbehalten waren. Muss das wirklich sein? Nicht unbedingt, meine ich. Der Arzt oder die Ärztin müssen nur auf moderne Methoden setzen und diese dann auch in ihre Webseite einbauen bzw. in ihrer Praxis nutzen. Damit lassen sich neue Patienten gewinnen und – auch nicht uninteressant – Routinearbeiten automatisieren bzw. Kosten sparen. Im folgenden Artikel gibt es daher einen Überblick ob und wie eine „klassische“ Arztpraxis von den einzelnen Angeboten der Digitalisierung und Telemedizin profitieren kann.

*Andere Länder des D/A/CH-Raums haben allerdings unterschiedliche Vorschriften und werden im Artikel daher gesondert besprochen.

DIGITALISIERUNG EINER ARZTPRAXIS UND TELEMEDIZIN IN NAHER ZUKUNFT

Webdesign für die digitaliserte Arztpraxis ind Telemedizin

Wir schreiben das Jahr 2025. Erika Musterfrau ist an Multipler Sklerose erkrankt. Alle Arten von Besorgungen sind für sie sehr schwer, natürlich ist auch der Weg zum Arzt nicht ganz einfach für sie. Trotz ihrer Erkrankung kann sie aber von vielen Vorteilen der modernen Telemedizin und der digitalisierten Arztpraxen profitieren. Hier einige Beispiele: Ihre Medikamente erhält sie regelmäßig online, eine Kopie geht per E-Mail an ihre Apotheke und – ebenfalls automatisiert – erhält sie die notwendigen Heilmittel am nächsten Tag per Post. Ihren behandelnden Arzt trifft sie regelmäßig in der Online-Sprechstunde und bespricht mit ihm vom Wohnzimmer aus den Verlauf der Therapie. Falls notwendig kann er nach der Online-Sprechstunde geänderte Medikamente in per E-Rezept an die Apotheke schicken. Wenn sie einmal nicht zu einem vereinbarten Termin kommen kann, ändert sie ihn einfach über ihr Smartphone. Nur sehr selten muss sie Ärzte „vor Ort“ aufsuchen. Manche Diagnoseverfahren bzw. Therapieeinrichtungen sind nun mal an die physische Präsenz gebunden. Aber sicher nicht alle. Die moderne Technik bietet für Frau Musterfrau daher eine gewaltige Erleichterung.

Ein anderer Fall, der auch von digitalisierten Arztpraxen und den Möglichkeiten der Telemedizin (Zum Beispiel der Videosprechstunden) profitieren kann, ist Max Mustermann. Herr Mustermann ist gleichfalls schwer erkrankt und leidet an Demenz. Allerdings kann er glücklicherweise noch zu Hause wohnen, wird aber regelmäßig von einem Pflegedienst sowie einzelnen Familienangehörigen besucht und betreut. Herr Mustermann ist zwar nicht in der Lage die Angebote der Telemedizin persönlich zu nutzen, aber trotzdem können der Pfleger oder pflegende Familienangehörige davon profitieren. Auch Herr Mustermann erhält seine Medikamente online, allerdings über die Vermittlung des Pflegedienstes. Ein Mal monatlich haben der behandelnde Arzt, der Pfleger und jemand aus der Familie eine kurze Onlinekonferenz um sich über die aktuelle Situation Herrn Mustermanns zu unterhalten. Die Medikamente, die der Arzt verschreibt werden ebenfaslls online an die Apotheke geschickt, die Apotheke wiederum leitet sie an den Pflegedienst weiter. Der Arzt rechnet alles mit der Krankenversicherung von Herrn Mustermann über eine internetbasierte Schnittstelle ab.

Fiktion oder nahe Zukunft? Wahrscheinlich letzteres. Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit werden Patienten der Zukunft mehr oder weniger ähnliche Szenarien erleben wie die beschriebenen Fälle. Der Trend geht eindeutig zur Telemedizin, Arztpraxen, die nicht digitalisiert sind und mit Patienten, Apotheken, Krankenkassen etc. keine Daten austauschen, wird es kaum geben und um ehrlich zu sein: Das beschriebene Szenario ist ohnehin nur die Spitze des Eisberges. In Wirklichkeit wird die ganze Medizin wahrscheinlich ziemlich auf den Kopf gestellt werden und die beschriebenen Beispiele sind eher die einfacheren. Ärzte und Ärztinnen die sich nicht umstellen, werden es schwer haben, wogegen diejenigen, die sich aktiv mit den Themen Telemedizin bzw. Digitalisierung von Ärzten / Artzpraxen beschäftigen, durchaus Vorteile haben können. Ich widme daher diesem interessanten Phänomen mehrere Blogbeiträge aus der Sicht eines Webdesigners. Denn eines ist klar: Die Webseiten der Ärzte werden sich auch dem Thema stellen müssen.

Werden wir praktisch: Möglichkeiten der Telemedizin bzw. der Digitalisierung in Arztpraxen, die leicht umsetzbar sind.

Im folgenden Abschnitt möchte ich ein Mal kurz skizzieren, welche Möglichkeiten es überhaupt gib, in einer modernen Arztpraxis Telemedizin oder die Möglichkeiten der Digitalisierung der Arztpraxis zu nutzen. Dabei unterscheide ich prinzipiell zwischen eher langweiligen und zeitraubenden Routinetätigkeiten wie z. B. der Teminvergabe oder der Rezepterstellung und „hochqualitativen“ Tätigkeiten wie z. B. der ärztlichen Sprechstunde.

In einem anderen Blogbeitrag werde ich dann auf fortgeschrittene Möglichkeiten der Telemedizin eingehen. Dort werden dann Themen wie Diagnostik auf Entfernung, automatisierte Diagnostik, medizinische Datenströme aus Wearables wie z. B. der Apple-Watch etc. besprochen. Auch diese Themen sind sehr spannend und nicht ganz so sehr in der Zukunft platziert wie viele meinen. Trotzdem möchte ich in diesem Beitrag eher bescheiden bleiben und lediglich praktische Möglichkeiten, die jede Arztpraxis innerhalb weniger Wochen umsetzen kann, besprechen. Es bleibt also beivergleichsweise simplen Möglichkeiten (z. B. im Zuge eines Redesigns) auf der eigenen Webseite spannende Features wie automatisierte Terminvergabe oder Ähnliches anzubieten.

Gerne helfen ich Ihnen auch bei der Umsetzung dieser Pläne. Kontaktieren Sie mich einfach für ein kostenfreies Telefonat in dem wir die Möglichkeiten Ihrer Praxis und Ihrer Webseite gemeinsam ausloten.

Online Terminvergabe in der Arztpraxis:

Terminvergabe in einer digitalisierten Arztpraxis mit Telemedizin
Terminvergabe in einer noch nicht digitalisierten Arztpraxis ohne Telemedizin (analoge Arztpraxis)

Eines der Dinge, die sehr leicht realisierbar sind ist die Terminvergabe über die Webseite. Hier kann der Arzt z. B. zusätzlich zu der telefonischen Terminvereinbarung ein Tool zur elektronischen Terminvereinbarung einsetzen. Technisch betrachtet ist das sehr einfach. Es gibt verschiedene Dienstleister, wie z. B. „Terminland“ die es der Arztpraxis ermöglichen die Termine über das Internet zu vergeben. Der Vorteil (oder besser die Vorteile) liegt auf der Hand: Für die Patienten ist es sehr einfach einen Termin zu buchen, wer möchte, kann auch um Mitternacht oder aus dem Ausland problemlos und schnell einen Arzttermin vereinbaren. Die Arztpraxis wiederum spart Ressourcen, weil das Sekretariat nicht von langweiligen Routineaufgaben belegt wird. Eine klassische win:win Situation. Zusätzlich können die Patienten ihren Wunschtermin auch automatisiert in ihren Onlinekalender eintragen und sich z. B. einen Tag vorher erinnern lassen und den Termin in die „ToDo-Liste“ des Tages aufnehmen.

Auf der Seite des Arztes sollte lediglich bedacht werden, dass vielleicht nicht alle Patienten über das Web kommen (wollen), gerade in der älteren Generation wird dieser Service vielleicht nicht immer so gut funktionieren. Zudem sollte das Sekretariat natürlich trotzdem auch telefonisch Termine annehmen, denn oft haben ja Patienten Fragen, die nur ein Mensch beantworten kann.

Natürlich gibt es eine Reihe von Alternativen zum bereits erwähnten „Terminland“. Die Suchmaschine Ihrer Wahl hilft Ihnen sicherlich bei der Auswahl der passenden Kandidaten. Hier nur einige Beispiele:

https://www.cituro.com/online-terminbuchung
https://www.arztpraxis-termine.de/

Es gibt bei der Auswahl des passenden Tools und dem Einbau des Tools in die Webseite der Arztpraxis  unterschiedliche Kriterien, die den Rahmen dieses Blogartikels aber sprengen würden. Auch die Kosten der einzelnen Tools und der umfang an möglichen Lesitungen variiert enorm. Ich berate Sie aber gerne in einem kostenlosen Gespräch zu diesem Thema.

HÄUFIGE FRAGEN – ABWICKLUNG ÜBER DAS INTERNET

FAQs und Downloads in digitalisierten Arztpraxen

Viele Internetseiten haben bereit „FAQ“ die so genannten „Frequently Asked Questions“ – auf deutsch einfach nur „Häufige Fragen. Auch hier können Ärztinnen und Ärzte eine ganze Menge Zeit bei Routineaufgaben sparen. Je nach Art der Fragen kann man z. B. eine Unterseite der Webseite mit diesen Fragen befüllen und/ oder sie gleich neben das Tool zur Terminvereinbarung einstellen. Einfache Fragen können in Form von „Accordions“ gestaltet sein, d. h. die Frage, die man gerade beantwortet haben möchte, öffnet sich für den Betrachter auf Mausklick. Komplexere Fragen können auch als PDF abgespeichert werden, Besucher der Webseite können das PDF herunterladen und ausdrucken. Somit haben sie eine praktische Erinnerungshilfe und in einem PDF hat man beliebig viel Platz um alles exakt beschreiben zu können.

Auch hier wird wieder das Sekretariat optimal entlastet.

E-REZEPTE, ONLINE-REZEPTE

Auch das Ausstellen von Rezepten ist häufig eine Routineangelegenheit. Natürlich muss jeder Patient individuell betreut werden, das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Patienten, die seit Jahren die selben Rezepte im Wochen- oder Monatsrhythmus erhalten. Fakt ist, dass das „E-Rezept“ (die Kurzform von „elektronischem Rezept“) kommt. Man versteht darunter, dass ,  ärztliche Verordnungen in elektronischer Form statt auf Papier übermittelt werden. Anstatt also das Medikament „klassisch – auf Papier –  verschrieben zu erhalten, wird es in Zukunft möglich sein, den für die Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten erforderlichen Informationsaustausch zwischen Arzt, Patient, Apotheke und Krankenkasse in elektronischer Form vorzunehmen. Heute ist es allerdings noch so, dass Rezepte auf Papier ausgegeben werden müssen. Trotzdem kann bereits jetzt der Weg über das Internet vereinfacht werden.

Angenommen Patient X erhält wöchentlich ein Rezept Y. Alle vier Wochen gibt es zusätzlich eine kurze Konsultation beim behandelnden Arzt, die anderen drei Termine werden lediglich über das Sekretariat abgewickelt. Diese drei Termine können im Grunde auch durch (automatisierte) E-Mails ersetzt werden. Lediglich das Arztgespräch muss natürlich nach wie vor stattfinden. Allerdings könnte dieses Arztgespräch auch per Videoschaltung erfolgen. (Mehr dazu im nächsten Kapitel.)

Die Zukunft von E-Rezept/ Online-Rezept sieht mit Sicherheit so aus, dass Rezepte eben auch in elektronischer Form übermittelt werden können. Dies ist derzeit bereits in einigen Ländern der EU möglich, für Deutschland ist eine diesbezügliche Gesetzesänderung für 2020 geplant. Durch COVID-19 wird diese Änderung wohl eher früher als später erfolgen. Zukünftig wird es also möglich sein, dass Rezepte elektronisch erstellt und versendet werden, ev. sogar gleich an die Apotheke, die dann auch (automatisiert) liefern kann. Dies ist z. B. für bettlägrige Patienten von Vorteil. Auch Pflegedienste können davon sicherlich profitieren, wenn sie bevollmächtigt sind, die notwendigen Medikamente von der (Online) Apotheke automatisiert zugestellt zu erhalten.

DIE ONLINE-SPRECHSTUNDE, DIE ONLINE-KONSULTATION

Online-Termine, Telelearning etc. haben durch COVID-19 eine sehr schnelle und starke Popularisierung erhalten. vieles was früher nahezu undenkbar schien, war während der Phase des Lockdowns Standard und wird sicherlich auch in Zukunft relativ üblich bleiben. Um es gleich vorweg zu nehmen: Natürlich kann nicht jeder Arzttermin Online stattfinden. Viele Arztbesuche werden auch in Zukunft in der Praxis erfolgen. Zum Einen müssen ja viele Krankheiten durch physische Untersuchungen abgeklärt werden. Zum Anderen sind ja der behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin für viele Kranke auch der seelisch-emotionale Ansprechpartner. Trotzdem lassen sich viele Arzttermine auch Online erledigen und Arztpraxen sollen dieses Angebot durchaus in Erwägung ziehen. Hier bieten Dienste wie Zoom oder Skype interessante Möglichkeiten an.

ACHTUNG: Neben den medizinischen Voraussetzungen, die hier natürlich nicht besprochen werden können, muss der genutzte Dienst bestimme technische Voraussetzungen erfüllen. DSGVO, der Umgang mit sensiblen Daten, Abhörsicherheit etc. sind dabei wichtige Themen, die Ärzte auch bedenken müssen.

Alles was hier über Online-Sprechstunden gesagt wurde, gibt natürlich auch für Konsultationen per E-Mail. wobei es natürlich so ist, dass E-Mail die beste Möglichkeit der Welt ist, einander falsch zu verstehen. Konsultationen per Mail sollten also eher für Routinethemen reserviert bleiben.

DIGITALISIERTE BUCHHALTUNG, ABRECHNUNG UND KOMMUNIKATION MIT VERSICHERUNGSTRÄGERN

In Arbeit!

Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.