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Webdesign Anwalt – Webdesign für Rechtsanwälte: Kann das bitte auch mal spannend sein?

Webdesign Anwalt: Kann Webdesign für Rechtsanwälte bitte auch mal spannend sein? Kann die Webseite einer Anwaltskanzlei ästhetisch aufbereitet werden? Und: Was bedeutet die Ästhetik einer Webseite dann konkret für die Kanzlei? Meine Antwort gleich zu Beginn: Ja, Webdesign für Rechtsanwälte kann auch spannend sein. Trauen muss man sich halt. Einige Gedanken dazu lesen Sie im folgenden Artikel

OK, das Thema ist geklärt: „Webdesign Anwalt“ ist es, und in dem Artikel geht es um einige Ideen, wie man sich an das Thema „Webdesign für Rechtsanwälte“ annähert, spannendes Webdesign für eine Anwaltskanzlei erstellt und trotzdem die Bedürfnisse aller Beteiligten im Auge behält.

Wer ist in die neue Webseite involviert und wer hat welche Bedürfnisse?

Folgende Beteiligte sind für das Thema „Webdesign Anwalt“ relevant:

1) Die Suchenden – also potentielle Klienten:
Im Zentrum jedes neuen Webprojekts sollten immer die potentiellen Interessenten und Interessentinnen sein. Wer also ganz neu (z. B. über eine Suchmaschine) auf die Webseite kommt, sollte sofort und unmissverständlich wissen, was er dort erwarten kann. Das wird leider nur all zu oft vergessen, wenn Auftraggeber und Designer ein neues Projekt besprechen. Auftraggeber wollen ein schickes Design, das Image transportiert und die Wichtigkeit der eigenen Firma belegt. Webdesigner wollen allerlei Gadgets einbauen und spannende Technologien nutzen. Beides ist verständlich, beides ist nachvollziehbar. Aber trotzdem: im Mittelpunkt eines Webprojekts (z. B. Webdesign für Rechtsanwälte) sollte immer der Kunde stehen. Denn der Kunde ist es, der irgendwann mal im Verlauf der Customer-Journey entscheidet, ob er einem Anbieter vertraut und ihn beauftragt.

2) Die Kanzlei:
Die Anwaltskanzlei wiederum möchte sich auf ihrer Webseite besonders erfolgreich und seriös darstellen. Verständlich. Dabei will man meist folgende Informationen transportieren:

  • Das oder die Arbeitsgebiet(e) der Kanzlei
  • Erfolgreiche Fälle, Problemlösungen etc.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Kontaktmöglichkeit (E-Mail, Telefon…)

Zusätzlich denkbar wären aber auch andere Dinge:

  • Ein Blog hat im Marketing viele Vorteile
  • Ein Downloadbereich für Formulare kann das Sekretariat wesentlich entlasten.
  • Gleiches gilt für einen FAQ-Bereich.

3) Der Webdesigner:
Der Webdesigner ist schlicht und einfach mal Dienstleister. Er soll beraten und Lösungen aufgrund der eigenen beruflichen Erfahrung vorschlagen. Dann sollte er sie auch umsetzen können. Obwohl er sich vielleicht für den Nabel der Welt hält, ist er der letzte in der Reihenfolge. Trotzdem kann er entscheidende Impulse vermitteln. Webdesign Anwalt oder andere Projekte: Der Designer, sollte sich mal nicht zu wichtig nehmen. ;) Daher schreibe ich über das Thema „Webdesign für Rechtsanwälte“ aus meiner Sicht (also der des Designers) in der zweiten Folge des Beitrags.

Webdesign Anwalt, Webdesign für Rechtsanwälte Bildbeisp. Nr. 1Webdesign Anwalt | Webdesign für Rechtsanwälte Beispielbild 2Webdesign Anwalt, Webdesign für Rechtsanwälte, Bildbeispiel 3Webdesign Anwalt, Webdesign für Rechtsanwälte Bild 4

Webdesign Anwalt, Webdesign für Rechtsanwälte: Wie könnte es im besten Fall sein?

1) Die Klienten. Was können sie erwarten?
Wer einen Anwalt sucht, kann aus zwei Motiven handeln: Aus einer unangenehmen Situation heraus (Scheidung, Autounfall, Problem am Arbeitsplatz…) oder weil man professionelle Unterstützung in Rechtsfragen benötigt. (Einen Vertrag aufsetzen, Rechtsform einer neuen Firma besprechen…) Der erste Kontakt zu einer Anwaltskanzlei kann darüber hinaus auf mehreren Wegen geschehen: Die klassische Empfehlung oder eine Recherche im Internet sind wohl die beiden häufigsten Möglichkeiten eine Anwaltskanzlei kennen zu lernen. Darüber hinaus gibt es immer einen ersten Besuch auf der Webseite und (eventuell) eine wiederkehrende Nutzung. In jedem Fall geht es aber immer um Wesentliches.

Daher sollten meiner Meinung nach folgende Elemente in der Webdesign der Anwaltskanzlei dominieren:

  • Zu Beginn ist es angebracht die Menschen dort abzuholen, wo sie gerade sind, ihre persönliche Situation zu berücksichtigen und Hoffnung bzw. Kompetenz für eine mögliche Problemlösung auszustrahlen. Um dies zu erreichen ist ein großformatiges Bild (oder auch mehrere, abwechselnde Bilder in einem Slider) hilfreich. Das Bild kann z. B. die Situation symbolisieren, der Text aber die Lösungsmöglichkeit andeuten. Man kann die Aufgabe aber auch ohne Bild lösen. Eine amerikanische Anwältin (Rachel B. Eeles) mit Spezialisierung auf Familienrecht und Verkehrsdelikte, hat z. B. auf der leeren, weißen Startseite nur einen einzigen Satz stehen:“ „WE ALWAY PUT PEOPLE FIRST“. Andere Kanzleien (YLAW, Vachouver) lösen es weniger minimalistisch und lassen ihre Ideen fotografieren. Auch Cartoons eigenen sich für diesen Zweck sehr gut, wie die Webseite der Kanzlei Robbins (Atlanta) zeigt. Auch die Kanzlei Henry Clarus, die sich auf Hilfeleistung bei medizinischen Problemen spezialisiert hat, schafft es mit einem Startvideo emotional schwierige Themen (Unfälle, Ärztfehler…) anzusprechen.

    Wichtig ist es, dass Besucherinnen und Besucher der Webseite sofort und auf den ersten Blick erfahren, wie sie wohl durch die Kanzlei profitieren können.

  • Darüber hinaus ist es sicher notwendig, mithilfe der Webseite Kompetenz und Seriosität zu vermitteln. Alles was mit dem Themenkreis Anwalt, Recht und Gericht zu tun hat, ist wichtig, darüber ist sich jeder im Klaren. Ein klassisches Design unterstreicht dies, ohne allzu aufdringlich anzupreisen. Die Emotionen der Seitenbesucher werden eher über die Wahl der richtigen Schrift, die Fotos und Farben der Webseite vermittelt.
  • Wichtig aus der Sicht der Besucher ist es natürlich schnell und unkompliziert Kontakt aufnehmen zu können. Mindestens ein Mailformular, Telefonnummern im Impressum (dies ist aber ohnehin selbstverständlich) sowie klickbare Mailadressen und Telefonnummern im Headerbereich sind also in jedem Fall notwendig. Die Faustregel lautet: Wer immer die Kanzlei konataktieren möchte, soll dies ohne Suchen tun können. Von jeder Seite aus.
  • FAQ (Also häufig gestellte Fragen) sowie ein Downloadbereich mit Formularen sind für beide Seiten ein Gewinn: Die Kanzlei wird entlastet, weil das Sekretariat weniger Anfragen beantworten muss, Klienten finden ihre Unterlagen jederzeit online.

2) Und jetzt die Kanzlei:
Wie auch die Klienten / Suchenden hat auch die Kanzlei Interesse auf der Webseite gut aufbereitete Informationen zu hinterlegen, die Vertrauen schaffen, die bisherige Arbeit belegen und/ oder Routinearbeiten vereinfachen. Mehrere der bis jetzt erwähnten Themen sind also auch für die Kanzlei sehr wichtig. Trotzdem fehlt noch eingies um unsere Aufzählung komplett zu machen:

  • Eine eigene Seite sollte in jedem Fall die erfolgreichen Fälle dokumentieren. Auch grundsätzliche Strategiekonzepte für typische Probleme können hilfreich sein um Vertrauen auf zu bauen und Erfahrung zu dokumentieren.
  • Ganz wichtig sind natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kanzlei. Natürlich stehen hier die Anwälte und ihre Rechtsbereiche, auf die sie sich spezialisiert haben, im Vordergrund. Aber was wäre eine Anwaltskanzlei ohne Sekretariat, Backoffice, studentischen Hilfskräften etc? Eine Kanzlei, die auch mitarbeiterinnen und Mitarbeite aus diesen Bereichen mit Name, Bild und Text zeigt, signalisiert Offenheit auf einer menschlichen Ebene. Und ich habe es ja erwähnt: Es geht darum über die Webseite Vertrauen aufzubauen.
  • Und da eine Rechtsanwaltskanzlei ja bei Werbung, Akquise und Marketing relativ strengen Gesetzen unterliegt, ist die Webseite der Kanzlei auch eine spannende Möglichkeit Marketing indirekt zu betreiben. Zum Beispiel über einen Blog. Ein Blog hat im Marketing einer Anwaltskanzlei viele Vorteile. Man kann beliebig viele Themen abhandeln und dadurch Kompetenz beweisen und man wird leichter von Suchmaschinen gefunden. Darüber hinaus ist ein Blog sehr geeignet um auch mal ein wenig Privates in die Kanzleiseite zu bringen. Hier darf man natürlich nicht übertreiben, aber in einem Blog sind Bezüge zum Privatleben eher möglich. Und aus der Sicht der Klienten, ist es ja nur allzu gut zu wissen, dass auch Anwälte nur Menschen sind. Das stärkt wiederum das Vertrauen.

    Aber Achtung! Wer einen Blog in die eigene Webseite integriert, muss auhc wirklich bloggen. Das ist zeitintensiv und man muss sehr genau wissen, was man hier tut. Insoferne kann ich Blogs für Kanzleien nur empfehlen, aber eben mit Vorsicht.

Fazit: Webdesign Anwalt/ Webdesign für Rechtsanwälte ist extrem wichtig, wenn Anwälte neue Klienten akquirieren wollen. Und noch etwas: Was für Rechtsanwälte gilt, das gilt im Grunde für alle Berufe. Jedes Thema kann im Web ästhetisch optimal aufbereitet werden. Auch etwas (angeblich) sehr Trockenes so wie z. B. die Webseite einer Steuerberatungskanzlei. Man muss sich als Designer nur die Mühe machen, seine Themen auch etwas unkonventioneller anzugehen. Im zweiten Teil dieses Beitrags schreibe ich daher, wie ich spannendes Webdesign für Rechtsanwälte umsetze, bzw. welche Lösungen andere Kolleginnen und Kollegen gewählt haben.

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