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WordPress 5.0 – Und was jetzt?

Ein Jahr lang hat es gedauert bis der Gutenberg-Editor, der WordPress angeblich total umkrempeln sollte, Teil des WordPress-Cores wurde. Jetzt ist WordPress 5.0 endlich veröffentlicht und das Resultat ist mehr als mager. Man kann auch sagen: Die Berge haben gekreisst und eine Maus wurde geboren. Leider. Irgendwie fragt man sich, wozu dieses Update eigentlich notwendig war.

Aber alles der Reihe nach. Sehen wir uns WordPress 5.0 doch mal in der Praxis an. Was ist neu, was kann WordPress 5.0 und was kann es nicht?

Beginnen wir mal mit dem Update selbst: Im Vorfeld des Versionssprungs gab es ja eine Menge Stimmen, die meinten, dass der Wechsel von WordPress 4.9 auf 5.0 kompliziert werden würde. Daher habe ich alle meine Kundenwebseiten selbst geupdatet. Das war nervig, aber nach dem langen Tamtam um den Gutenberg-Editor wollte ich weder etwas riskieren, noch meine Kunden im Regen stehen lassen. Das ging erstaunlich problemlos. Immerhin. Im Grunde ein klassisch-einfaches WP-Update und keine traumatische Erfahrung wie sie bei anderen CMS leider vorkommen. (Ein Versionssprung bei Joomla kann ja manchmal in eine Doktorarbeit ausarten.)

Und als 5.0 dann überall lief, habe ich eine Projekt mit dem neuen Editor realisiert, weil ich mir ein Urteil bilden wollte. Das war dann schon mühsamer. Obwohl ich mir wirklich jede erdenkliche Mühe gegeben hatte: Gutenberg hat mich leider gar nicht überzeugt. Im Grunde ist das Arbeiten mit Gutenberg so schwerfällig wie mit anderen Editoren auch.

OK. Ich bin kein großer Freund von Editoren, weil sie allesamt Versprechen machen, die sie dann doch nicht halten. „Alles ist kinderleicht. Jedes Kind kann es. Deine Kreativität wird entfesselt“ usw. usw. Natürlich geht mit einem Editor Vieles leichter als wenn man den Code in HTML selbst schreibt. Aber wenn man nicht weiß was man tut, dann kann man mit einem Editor auch nur begrenzt gestalterisch tätig werden. Und wenn man HTML bzw. CSS beherrscht, dann benötigt man ohnehin keinen Editor. Das ist die eine Seite der Medaillie. Die andere ist, dass ein Editor mit vielen Funktionen recht schnell zum Labyrinth wird, in dem man sich eher verläuft als dass er einem wirklich hilft. Und genau so war es eben auch mit Gutenberg. Gutenberg kann viel, aber eben nicht alles und bis ich mich sich zurechtfinde, habe ich den Code schon drei mal in HTML selbst geschrieben.

Ich muss auf Kundenseiten ziemlich viele Pagebuilder und Editoren nutzen, und ehrlich gesagt habe ich außer dem Divi-Editor noch keinen gefunden, der auch nur annähernd das hält, was er verspricht. Und selbst der Divi-Editor ist ein Kompromiss: Er macht die Seiten quälend langsam und er schränkt den Gestaltungsspielraum ein. Denn wenn man mal was haben möchte, was der Editor nicht kann, dann muss man erst recht wieder im Code rumstochern. Und Gutenberg hat wirklich nicht annähernd die Qualität des Divi-Editors. Sorry. Statistik: Gutenberg-Editor vs. Classic-Editor

Dass die WP-Community mit Gutenberg auch nicht wirklich zufrieden sein dürfte, kann man übrigens an einer einfachen Statistik ablesen: Kaum ist Gutenberg im WordPress-Core drinnen, haben eine Million Nutzer den Classic-Editor installiert um Gutenberg wieder abzustellen. (s. oberer Screenshot, zum Vergrößern bitte klicken) Da fragt man sich schon, was das Ganze eigentlich soll… Für mich ist Gutenberg ein Schlag ins Wasser.

Und sonst: Hm… Ausser Gutenberg hat sich ja bei 5.0 nicht viel getan. Oder doch? Eines der wenigen positiven Dinge, die man über die neue WordPress-Version sagen kann, das ist, dass die Ladezeit nicht durch aufgeblähten Code verlangsamt wurde, dass die Seiten recht schnell laden und – das ist jetzt wirklich erstaunlich – offensichtlich weniger Energie benötigen. Ich habe es erst bei einigen Seiten getestet, aber der CO2-Ausstoss pro Seitenaufruf scheint mit WordPress 5.0 geringer zu sein als mit 4.9. (s. unterer Screenshot, zum Vergrößern bitte klicken)

CO2 Verbrauch WordPress 5.0 Und die vermuteten Kompatibilitätsprobleme mit den Plugins waren dann doch nicht so schlimm wie vermutet. (Zumindest bei mir war es so.) Trotzdem: Wenn Gutenberg beim nächsten Update nicht deutlich besser wird, sehe ich wenig Zukunft für dieses Tool. Bzw. frage ich mich in welche Richtung sich WordPress insgesamt bewegt.

Nur die Sache mit der CO2-Reduktion ist toll. Wenigstens etwas Positives. Weiss hier jemand mehr darüber? Falls ja, freue ich mich über entsprechende Kommentare.

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